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Pregled bibliografske jedinice broj: 683247

Hegels Konzept der Bildung im heutigen Kontext


Zovko, Jure
Hegels Konzept der Bildung im heutigen Kontext // International Symposium "Bildung und Paideia : Philosophical Models of Education"
Hvar, Hrvatska, 2013. (pozvano predavanje, međunarodna recenzija, sažetak, znanstveni)


Naslov
Hegels Konzept der Bildung im heutigen Kontext
(Hegel's Concept of 'Bildung' in Today's Context)

Autori
Zovko, Jure

Vrsta, podvrsta i kategorija rada
Sažeci sa skupova, sažetak, znanstveni

Skup
International Symposium "Bildung und Paideia : Philosophical Models of Education"

Mjesto i datum
Hvar, Hrvatska, 12.-17.10.2013

Vrsta sudjelovanja
Pozvano predavanje

Vrsta recenzije
Međunarodna recenzija

Ključne riječi
Bildung; Freiheit; Kritik; Selbstbestimmung; Kultur; Modernität; Lebenswelt; erste Natur; zweite Natur; Staat; Indidviduuum; Gesellschaft; Praxis
('Bildung'; freedom; critique; autonomy; culture; modernity; 'Lebenswelt'; nature; second nature; state; individual; society; practice)

Sažetak
Die Grundbestimmungen der Modernität wie Freiheit, Recht auf Kritik, Selbstbestimmung und Autonomie des Handelns sollten nicht im Kontext der kulturellen Lebenswelt, die Hegel als „zweite Natur“ bestimmt hat, plausibel gemacht werden. Dies ist unter anderem wichtig weil Hegels Gedanke der „zweiten Natur“ in der gegenwärtigen philosophischen Diskussion sehr aktuell geworden ist und als Grundlage für die Korrektur einseitiger Argumentation in der Gegenwartsphilosophie gebraucht wird. Die Transformation der "ersten Natur" zur zweiten findet Hegel zufolge nicht in abstrakten Proklamationen statt, sondern in der gesellschaftlichen Praxis und ihren Institutionen, was Hegel als System der Sittlichkeit gekennzeichnet hat. Der Mensch als Subjekt existiert nicht im Kontext der abstrakt proklamierten Rechte, sondern im Rahmen konkreter Institutionen, innerhalb deren er seine Freiheit realisieren soll. Staat und Gesellschaft sind nach Hegels Urteil das System der Sittlichkeit in welchen das Subjekt „sein Selbstgefühl hat und darin als seinem von sich ununterschiedenen Element lebt“ (WW 7, S. 295.) Hegel meint, dass die institutionellen Lebensformen, die durch Bildung, Kultur, durch technischen und gesellschaftlichen Fortschritt sich gebildet haben, die „zweite Natur“ des Menschen ausmachen. Die Unmittelbarkeit der institutionellen Lebensformen, die unsere zweite Natur konstituieren, ist nach Hegels Ansicht ein Ergebnis sozialer und kultureller Vermittlung. Hegel meint, dass die institutionellen Lebensformen, die durch Bildung, Kultur, durch technischen und gesellschaftlichen Fortschritt sich gebildet haben, die „zweite Natur“ des Menschen ausmachen. Die Unmittelbarkeit der institutionellen Lebensformen, die unsere zweite Natur konstituieren, ist nach Hegels Ansicht ein Ergebnis sozialer und kultureller Vermittlung. Das Phänomen des Sittlichen ist für Hegel von zentraler Relevanz weil durch die Sittlichkeit die natürliche Willkür des Willens aufgehoben und der substanzielle Geist der Freiheit sich durchgesetzt hat. Unter der „zweiten Natur“ versteht Hegel „die Welt des Geistes aus ihm selbst hervorgebracht“. (Rechtphilosophie, § 4.). Diese Welt des Geistes, in welcher die Freiheit als vorhandene Notwendigkeit präsent ist, ist auch Lebenswelt der tradierten und geformten Kunst und Kultur. Die Anerkennung des Sittlichen, dass es zur „zweiten Natur“ des Individuums wird, ist nach Hegels Urteil ein Werk der Erziehung und der Bildung. Bildung wird bei Hegel seit der Phänomenologie des Geistes als Fähigkeit des individuellen Geistes, sich zur Allgemeinheit zu erheben. Im Unterschied zur klassischen Form der Herausarbeitung des Allgemeinen aus der Vielfältigkeit des Konkreten, soll nach Hegels Urteil die Aufgabe der philosophischen Bildung darin bestehen, den Gedanken des Allgemeinen aus den starren Prinzipienhaftigkeit zu befreien und zu verwirklichen. Erst dadurch werden die abstrakten Gedanken, die Hegel terminologisch „Vorstellungen“ nennt zu konkreten Begriffen. Bildung als Erhebung des Bewusstseins zur Wissenschaft besteht nicht in der multiplizierenden Ansammlung des Wissens, sondern in der Formation des Subjekts. Bildung ist nach Hegel die kritische Aneignung und Vermittlung der Kultur. In der Rechtsphilosophie behauptet Hegel, dass die Pädagogik die Kunst ist, “die Menschen sittlich zu machen: sie betrachtet den Menschen als natürlich, und zeigt den Weg ihn wiederzugebären, seine erste Natur zu einer zweiten geistigen umzuwandeln, so daß dieses Geistige in ihm zur Gewohnheit wird."

Izvorni jezik
Ger

Znanstvena područja
Filozofija



POVEZANOST RADA


Projekt / tema
191-0000000-2733 - Platonizam i oblici inteligencije (Marie-Elise Zovko, )

Ustanove
Institut za filozofiju, Zagreb

Autor s matičnim brojem:
Jure Zovko, (176590)