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Sprache, Sprechen und Identität


Kresić, Marijana
Sprache, Sprechen und Identität, München: iudicium, 2006 (monografija)


Naslov
Sprache, Sprechen und Identität
(Language, Speech and Identity)

Autori
Kresić, Marijana

Vrsta, podvrsta i kategorija knjige
Autorske knjige, monografija, znanstvena

Izdavač
Iudicium

Grad
München

Godina
2006

Stranica
277

ISBN
10 3-89129-589-8

Ključne riječi
Sprache; Identitätskonstruktion; Mehrsprachigkeit; Sprachtheorie; Identitätstheorie
(language; identity construction; multilingualism; theory of language; theory of identity)

Sažetak
Die Studie erkundet den Zusammenhang zwischen Sprache, Sprechen und Identität in identitäts- und sprachtheoretischer Perspektive. Es ist das Verdienst vor allem soziolinguistischer Forschungen, die Identitäten von Sprechenden in den Fokus sprachwissenschaftlicher Untersuchungen gerückt zu haben. Ein Teil insbesondere der variationslinguistischen Arbeiten fußt allerdings auf der Annahme, Identitäten seien vorab feststehende, relativ unveränderliche Größen, die in Gesprächen und Texten schließlich ausgedrückt würden. Diese Annahme erweist sich angesichts jüngerer soziologischer und psychologischer Einsichten in den pluralen, dynamischen Charakter der Identitätskonstruktion als nicht haltbar. Vor diesem Hintergrund verfolgt die vorliegende theoretische Untersuchung zwei Ziele: Das erste Ziel besteht darin, ein Identitätskonzept zu entwickeln, das aktuelle Bedingungen und zentrale Theorien der Ich-Konstruktion sowie die fundamentale Rolle der Sprache in den betreffenden Prozessen berücksichtigt. Es wird dahin gehend argumentiert, dass Identitäten zu einem wesentlichen Teil sprachlich-medial hervorgebrachte Konstrukte sind. Gespräche und Texte werden als die Orte ihrer Emergenz ausgemacht. Das zweite Ziel der Arbeit bezieht sich auf die Definition und Verankerung der Kategorien „Sprachidentität“ und „Sprecheridentität“ in der Sprachtheorie und ihrer Modellbildung. Dabei wird das im ersten Schritt erarbeitete Identitätskonzept zugrunde gelegt. Die Untersuchung gliedert sich in drei Teile. Insofern es sich bei der Herausbildung von Identitäten im Wesentlichen um sprachliche und mediale Konstruktionsprozesse handelt, hat sich die Einbettung der Argumentation in eine konstruktivistische Rahmentheorie als fruchtbar erwiesen. Diese wird in Teil I der Arbeit dargelegt. Im I. Teil wird zudem ein orientierender Überblick über sprachwissenschaftliche Forschungsergebnisse zum Themenkomplex „Sprache und Identität“ gegeben. Teil II diskutiert einflussreiche psychologische, soziologische und erkenntnistheoretische Erklärungsansätze zur Konstitution des Selbst. Es wird schließlich ein konstruktivistisch fundiertes Identitätskonzept vorgeschlagen, das die Multiplizität und den sprachlich-medialen Konstruktionscharakter postmoderner Identitäten in den Mittelpunkt stellt. In einem nächsten Schritt, in Teil III, wird definiert, was unter den Phänomenen „Sprachidentität“ und „Sprecheridentität“ zu verstehen ist. Da diese Phänomene kaum Berücksichtigung finden in Sprach- und Zeichenmodellen, werden grundlegende sprachtheoretische Positionen im III. Teil so erweitert, dass das identitätskonstitutive Moment der Sprache und insbesondere des Sprechens in ihre Modellbildung einbezogen wird. Neben Klassikern wie Coseriu und Bühler werden auch varietätenlinguistische und konstruktivistisch-linguistische Modelle im Hinblick auf die Identitätsfrage diskutiert und weiterentwickelt. Der Kategorie der Sprach- bzw. Sprecheridentität wird ein zentraler Platz in der Sprachtheorie zugewiesen. Auf dieser Grundlage werden zwei Modelle der sprachlich-medialen Identitätskonstruktion erarbeitet, die beide Perspektiven – die identitäts- und die sprachtheoretische – integrieren. Das „Modell der multiplen Sprachidentität“ und das „Modell der dialogischen Identitätskonstruktion“ tragen der linguistischen Vielschichtigkeit und dem dialogischen Konstruktionscharakter postmoderner Selbstkonstitution Rechnung. Sie bieten eine individuums- und identitätsbezogene Ergänzung zu soziolinguistischen, die Struktur des Varietätenraums skizzierenden Modellen. In einer abschließenden medientheoretischen Betrachtung wird Sprache als humanspezifisches Metamedium definiert, in dem sich Erkenntnis sowie Wirklichkeits- und Identitätskonstruktion vollziehen und das unabdingbare Grundlage ist für die Nutzung weiterer, auch technischer Medien.

Izvorni jezik
Ger

Znanstvena područja
Filologija



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Ustanove
Sveučilište u Zadru

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Kresić, Marijana
Sprache, Sprechen und Identität, München: iudicium, 2006 (monografija)
Kresić, M. (2006) Sprache, Sprechen und Identität. München, iudicium.
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