Napredna pretraga

Pregled bibliografske jedinice broj: 548487

Der Dual im Kroatisch-Kirchenslavischen


Mihaljević, Milan
Der Dual im Kroatisch-Kirchenslavischen // Wiener slavistisches Jahrbuch, 57 (2011), 131-138 (podatak o recenziji nije dostupan, članak, znanstveni)


Naslov
Der Dual im Kroatisch-Kirchenslavischen
(Dual in Croatian Church Slavonic)

Autori
Mihaljević, Milan

Izvornik
Wiener slavistisches Jahrbuch (0084-0041) 57 (2011); 131-138

Vrsta, podvrsta i kategorija rada
Radovi u časopisima, članak, znanstveni

Ključne riječi
Kirchenslavische Sprache; kroatisch-glagolitische Texte; grammatische Kategorien; Dual
(Church Slavonic language; Croato-Glagolitic texts; grammatical categories; dual)

Sažetak
Der Autor beschreibt den Untergang des Duals im kroatisch-kirchenslavischen. Schon in den ältesten Denkmälern aus der so genannten Übergangsperiode (12. und 13. Jahrhunderte) wechseln sich distributiver Dual und Plural ab. Das beweist aber nicht, dass freier Dual verloren gegangen ist, weil es keine Beispiele der Verwendung Duals im Pluralkontext gibt. In den 14. und 15. Jahrhunderten verwenden die liturgischen Bücher regelmäßig den freien Dual nur wenn es sich um ein oder zwei Paare der Gegenstände handelt. Wenn man über mehrere Paare spricht, verwendet man gewöhnlich Plural. In den Brevieren aus dem Ende des 15. Jahrhunderts wechseln sich Plural und Dual auch für ein oder zwei Paare der Gegenstände frei ab. Diese Form kann mit dem Verb und mit dem Pronomen im Plural oder im Dual kongruieren. In nichtliturgischen Sammelbände (zbornici) sieht die Situation etwas anders aus. In der ältesten Sammlung, der Pariser-Sammelband aus dem Jahr 1375, die stark kroatisiert ist, verwendet der Schreiber systematisch den Plural auch wenn es sich um ein Paar Objekte handelt. Das bedeutet, wahrscheinlich, dass freier Dual, am wenigstens in einigen kroatischen Dialekten (südlichen), schon verloren gegangen ist. In den Sammelbänden aus dem 15. Jahrhundert variiert die Situation von der Sammlung zur Sammlung und vom Text zum Text. In denen mischen sich kroatische und kirchenslawische Elemente. Generell, kann man sagen dass in diesen Texten Plural und Dual frei variieren, unabhängig davon ob es sich um ein Paar oder um mehrere Paare der Objekte handelt. Alles das zeigt dass Dual im Kroatischkirchenslawischen durch die ganze Periode lebendige grammatische Kategorie war. Am Anfang hatte er alle Bedeutungen die er im Altkirchenslawischen gehabt hat. In seiner Entwicklung können wir nur über den Relevanzverlust, aber nicht über den Funktionsverlust sprechen. Obwohl sich die Dual- und Pluralformen (muss man sagen doch sporadisch) im Dualkontext abwechseln, gibt es kein Beispiel wo Dual im Pluralkontext verwendet ist. Bis das Ende des 15. Jahrhunderts haben wir kein Beispiel gefunden, wo alte Instrumentalformen des Duals auf -ma im Plural verwendet sind. Das gilt auch für den Genitiv Plural der Substantive ruka und noga, wo wir nur alte Pluralformen rukь und nogь finden, und nicht Dualformen ruku und nogu, wie im modernen Kroatischen. Dual hat sich nicht auf die Nummern tri und četire verbreitet. Mit diesen Nummern kommt immer nur der Plural vor.

Izvorni jezik
Ger

Znanstvena područja
Filologija



POVEZANOST RADA


Projekt / tema
090-0900998-0995 - Gramatika hrvatskoga crkvenoslavenskog jezika (Milan Mihaljević, )

Ustanove
Staroslavenski institut , Zagreb

Autor s matičnim brojem:
Milan Mihaljević, (79274)