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Pregled bibliografske jedinice broj: 187702

Mirko Seljan (1871-1913): kroatischer Forschungsreisender und Kartograph Südäthiopiens


Slukan-Altić, Mirela
Mirko Seljan (1871-1913): kroatischer Forschungsreisender und Kartograph Südäthiopiens // Cartographica Helvetica, 31 (2005), 31-38 (podatak o recenziji nije dostupan, članak, znanstveni)


Naslov
Mirko Seljan (1871-1913): kroatischer Forschungsreisender und Kartograph Südäthiopiens
(Mirko Seljan (1871-1913) :Croatian explorer and cartographer of Southern Ethiopia)

Autori
Slukan-Altić, Mirela

Izvornik
Cartographica Helvetica (1015-8480) 31 (2005); 31-38

Vrsta, podvrsta i kategorija rada
-, članak,znanstveni

Ključne riječi
Mirko Seljan; kroatischer Kartograpie; Kartengeschichte; Südäthiopien; Kolonial Kartographie
(Mirko Seljan; Crotian cartography; historical cartography; Southern Ethiopia; colonial cartography)

Sažetak
Die Brüder Mirko und Stjepan Seljan gehören zu den bekanntesten kroatischen Forschern, die an den zahlreichen Expeditionen am Gebiet von Afrika und von der Südamerika teilgenommen haben. Im Jahr 1899 brachen sie nach Afrika auf, wo sie im Dienst des Kaisers Menelik II das Gebiet des südlichen Äthiopiens (damaliges Abessinien) forschten und eine nach ihnen genannte Siedlung gründeten - Seljanville. Für die Verdienste bei der Forschung von Afrika wurde Mirko Seljan Gouverneur der südlichen äthiopischen Provinzen und Stjepan sein Stellvertreter ernannt. Dank der diplomatischen Geschicklichkeiten der Gebrüder Seljan konnte Menelik seine Macht wesentlich vergrößern. Die von Menelik II mit Hilfe von Brüdern Seljan befestigten Südgrenzen Äthiopiens sind noch heute identisch, deswegen können wir sagen, dass die Brüder Seljan an der Bildung Äthiopiens im heutigen Sinne des Wortes direkt teilgenommen haben. Im Laufe von 1900 und 1901 führten die Brüder Seljan viele Naturkunden- und ethnographische Forschungen am Gebiet der Ostafrika aus. Aufgrund dieser Forschungen hat Mirko Seljan die ausführliche Landkarte des südlichen Äthiopiens gefertigt, auf der die Provinz Gamo-Gofa und die Teile der Provinzen Sidamo und Kaffa dargestellt sind. Die Landkarte gibt wieder die besonders ausführliche Darstellung des hydrografischen Netzes des Gebiets um den Turkana-See (Rudolfsee), den See Chew Bahir (Stefaniesee), Abaya (Margarethensee) und den See Chamo (Gardula). Da die Karte aufgrund der Tätigkeiten im Gelände selbst entstanden ist, enthält sie zahlreiche neue geographische Entdeckungen, welche die Brüder Seljan im Laufe ihrer Afrikaforschungen gemacht haben. So finden wir auf der Seljanschen Karte zum ersten Mal die befestigte Trennlinie zwischen den Flussgebieten des Turkanasees und des Stefaniesees am Süden und des Flussgebiets des Chamo-Sees (Lac Gardula) und Abaya (Margarethensee) am Osten. Der Karte ist auch die wichtige geographische Entdeckung zu entnehmen, dass nördlich vom Turkana-See und westlich vom Unterlauf des Flusses Omo es keinen Quellwasserlauf zum Nil-Flussgebiet gibt. Bezugnehmend auf den ausführlichen Maßstab und die Darstellungstechnik der geografischen Elemente können wir die Seljansche Karte für die erste topographische Karte des südlichen Äthiopiens halten. Die Karte des Südäthiopiens von Mirko Seljan hat dem kartographischen Kennenlernen Ostafrikas bedeutend beigebracht und zahlreiche, auf den älteren Karten enthaltene Fehler berichtigt. Die Karte wird im Ethnographischen Museum in Zagreb aufbewahrt, wo sich auch der größte Teil der Hinterlassenschaft der Brüder Seljan befindet.

Projekt / tema
0205002

Izvorni jezik
GER

Znanstvena područja
Povijest

Ustanove
Hrvatski državni arhiv