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Pregled bibliografske jedinice broj: 107265

Isprave hrvatskih narodnih vladara i latinske isprave bosansko-humskih vladara i velmoža


Brković, Milko
Isprave hrvatskih narodnih vladara i latinske isprave bosansko-humskih vladara i velmoža, Zadar - Mostar: Ziral Mostar ; Zavod za povijesne znanosti HAZU u Zadru, 1998 (monografija)


Naslov
Isprave hrvatskih narodnih vladara i latinske isprave bosansko-humskih vladara i velmoža
(The Records of the Croatian National Rulers and the Records of the Bosnian-Hum Rules Written Latin)

Autori
Brković, Milko

Vrsta, podvrsta i kategorija knjige
Autorske knjige, monografija, znanstvena

Izdavač
Ziral Mostar ; Zavod za povijesne znanosti HAZU u Zadru

Grad
Zadar - Mostar

Godina
1998

Stranica
450

ISBN
953-154-329-1

Ključne riječi
Latinske isprave; povijest; diplomatika; hrvatski narodni vladar; bosansko-humski vladari
(history; diplomatics)

Sažetak
Milko Brković: DAS MITTELALTERLICHE BOSNIEN UND HUM - IDENTITÄT UND KONTINUITÄT Zusammenfassung Das Kernland des späteren mehrgliedrigen mittelalterlichen Staates Bosnien waren jene Gebiete, die sich um die Quelle und den Oberlauf des gleichnamigen Flusses erstreckten. Dies war eine kleinere Verwaltungseinheit, Porphyrogennetos "Ländchen", eines der marginalen altkroatischen Banate, eine Verwaltungseinheit, die häufig ihre lokalen und obersten Herrscher wechselte und der es später immerhin gelang, mehrere Verwaltungs- oder Staatsgebilde an sich zu binden, die größer als sie selbst waren und in größerem oder geringerem Maße ihre Unabhängigkeit vom Ban oder König zu bewahren wussten, vor allem Hum. Die grundlegende Zugehörigkeit des mittelalterlichen Bosnien und Hum - eines Teils des historischen kroatischen Raums - zur Identität des kroatischen Volkes und zur Kontinuität des mittelalterlichen kroatischen Staatswesens liegt in erster Linie im politischen, religiösen und kulturellen Geschehen in diesen Gebieten begründet. Diese drei Begriffe umfassen fast alle Einzelelemente, wie etwa geographischer Raum, Volk, Herrscher, Sprache, Glaube, Gebräuche, kulturelles Erbe, Katholizismus und Ähnliches. Der geographische Begriff Bosnien und Hum bezeichnet ein Gebiet, in dem jene Staatsgebilde des kroatischen Volkes entstanden sind, die nach dem Aussterben der kroatischen Herrscherdynastie (der sog. Volksdynastie) und dem Eintritt des Königreichs Kroatien in die Personalunion mit Ungarn (1102) mehr und mehr von sich hören machten. Seit der Besiedelung dieser Gebiete durch die Kroaten, d.h. seit dem 7. Jahrhundert bildeten stets Slawen bzw. Kroaten die Bevölkerung des mittelalterlichen Bosnien und Hum, die miteinander in ihrer eigenen Sprache, ihren eigenen Gebräuchen und ihrer eigenen Lebensweise kommunizierten und nach und nach das Christentum annahmen. Zudem waren diese Gebiete - bis auf einige kürzere Unterbrechungen - die ganze Zeit über konstitutiver Bestandteil des Staatsgebiets der kroatischen Herrscherdynastie, auch wenn der oberste Souverän - über kürzere oder längere Zeit oder auch nur vorübergehend - ein byzantinischer, ein fränkischer oder später ein ungarischer Herrscher war. Mit dem Vollzug der Personalunion zwischen Kroatien und Ungarn in der Person eines gemeinsamen Königs mit zwei Kronen ging automatisch auch das Territorium von Bosnien und Hum in dieses Staatsgebilde mit ein. Der ungarisch-kroatische König hat also das Territorium von Bosnien und Hum unmittelbar über das Königreich Kroatien in sein Königreich eingeschlossen, und keinesfalls indirekt, was es im Mittelalter auch gar nicht gab. Die späteren Konflikte mit seinem Souverän, dem ungarisch-kroatischen König, und das Streben der bosnisch-humschen Bane und Könige nach größtmöglicher Unabhängigkeit sind alle lediglich Ausdruck ihres politischen Strebens nach eigenständiger (lokaler) Herrschaft und dürfen keinesfalls als Zeichen für die Existenz eines anderen als des kroatischen Volkes in der kroatischen Landeshälfte der 1102 gegründeten Doppelmonarchie gedeutet werden. Wie auch zuvor schon die kroatischen haben auch die bosnisch-humschen Könige Doppelnamen, einen volkstümlichen, kroatischen, und einen christlichen. Die Anfänge der lokalen mittelalterlichen bosnischen Herrschaft liegen im wahren Sinne des Wortes genau in jener Zeit, als die bosnischen Bane umliegende Territorial- oder Verwaltungseinheiten erhielten oder eroberten. Nie waren die bosnischen Bane und Könige, und damit auch der Staat, so mächtig wie zu der Zeit, als am Hofe in Budapest die größten Wirren herrschten und das ungarisch-kroatische Königreich geschwächt war. Erst weitaus spätere Quellen über das mittelalterliche Bosnien erwähnen außer dem kroatischen Volk auch den Begriff Walache. Kurz gesagt, in der Person des bosnisch-humschen Bans oder Königs von kroatischem Fleisch und Blut schlägt nach 1102 auf dem Boden des mittelalterlichen Hum und Bosnien der Puls der kroatischen Herrscherdynastie weiter. Dieser Aspekt der Kontinuität und Identität wird von den Osmanen zu einem abrupten Ende gebracht und ihretwegen kommt es zu einer Diskontinuität in der Herrschaft und generell zu einer Einengung der Identität. Doch die religiöse Identität und Kontinuität des kroatischen Volkes in diesen Gebieten konnten auch die Türken nicht vollständig vernichten. Was den Glauben anbetrifft, so hat es das Christentum hier auch schon vor den Kroaten gegeben, deren allmähliche Christianisierung und Zivilisierung bald nach ihrer Ankunft einsetzte. In der Zeit, als Bosnien und Hum als bereits formierte Staatsgebilde innerhalb einer größeren Einheit existierten, und das war nach 1102 der Fall, hatte das Christentum hier schon seit geraumer Zeit Fuß gefasst. Neben dem Latein gab es in diesen Gegenden in der Liturgie auch die kroatische Sprache und genauso wie in den Küstengebieten und den alten Zentren Kroatiens auch die kroatische Schrift, die Glagoliza, und etwas später - einige Zeit lang auch gleichzeitig - die Bosaniza, wobei die eine, ältere eher in der Kirche und die andere in der weltlichen Kommunikation verwendet wurde. Es ist kein Zufall, dass diese beiden Schriften ausschließlich und gleichzeitig in diesen historischen zentralen Gebieten des alten Kroatiens, Hums und Bosniens in Gebrauch waren, während es sie bei den Nachbarvölkern, wie beispielsweise den Serben nicht gab. Den christlichen Glauben hat die Bevölkerung des mittelalterlichen Bosniens und Hums nicht aufgezwungen bekommen, im Gegensatz zum Islam, der sich gegen Ende des Mittelalters mit der Ankunft der Osmanen beinahe nur durch Zwangsmethoden verbreiten konnte. Dieser Aspekt der Kontinuität und Identität des kroatischen Volkes und seiner Staatlichkeit in Bosnien und Hum lebte auch lange nach dem Mittelalter weiter - bis heute ; und er ist einer der sichersten, da er sich sehr leicht und retroaktiv bis zu seinen Anfängen zurückverfolgen lässt. Die Problematik um das Bestehen dieser christlichen Gemeinde in Bosnien und Hum durch das gesamte Mittelalter hindurch verringert sich unter anderem durch die Tatsache, dass diese Gemeinde nicht serbisch-orthodox war, denn in orthodoxen Ländern haben päpstliche Gesandte niemals interveniert. Auf der Grundlage einiger Quellen ausländischer Provenienz, die aber bis zum heutigen Tag keinerlei wissenschaftlicher Kritik unterzogen worden sind, war der Eindruck entstanden, die bosnisch-humschen Christen seien irrgläubig gewesen. Doch die einheimischen Quellen, insbesondere die mittelalterlichen Urkunden der bosnisch-humschen Herrscher belegen, dass es da keinerlei Irrglauben gegeben hat, und so lenkt der Autor seine Aufmerksamkeit auch in diese Richtung. Das Problem entstand durch eine Fehleinschätzung des Glaubens der Christen bzw. der Kirche in Bosnien und Hum durch ausländische Theologen (Quellen). Der größte Stein des Anstoßes war dabei einerseits die Volkssprache, Slawisch bzw. Kroatisch in der Messliturgie, die jedoch seit Anbeginn in der kroatischen Kirche üblich war, und andererseits die Opposition der Landeskirche gegen die damalige Politik der kirchlichen und weltlichen Obrigkeit in Ungarn. Wie auch immer, der Katholizismus oder - wenn man so will - der Irrglaube der bosnischen Kirche ist Teil von Kontinuität und Identität der kroatischen Kirche in Bosnien und Hum. Auf das Problem des kroatischen "Irrglaubens" stoßen wir in den dalmatinischen Städten und den Gegenden des alten Kroatiens bereits früh: auf den beiden Spliter Synoden unter der Herrschaft König Tomislavs (925 und 928), ferner in den Jahren 960 und 1063, als unter Androhung der Exkommunikation die Priesterweihe von Slawen (Kroaten), die kein Latein konnten, ausdrücklich untersagt wurde. Zudem ist die kroatische Messliturgie von mehreren Päpsten barbarisch genannt worden. Ein ähnliches Problem war für die Kirche bereits im sog. Photianischen Schisma von 867 enthalten, als dieser byzantinische Theologe für die Ostkirche die Gleichstellung der kirchlichen Machtbefugnisse und die Unabhängigkeit des Patriarchen von Konstantinopel vom Papst in Rom lehrte, was schließlich in der Kirchenspaltung von 1054 gipfelte, deren Folgen auch die Kirche in Bosnien und Hum zu spüren bekommen sollte. Außerdem gab es sogar schon im 3. und 4. Jahrhundert Unstimmigkeiten unter den christlichen Gemeinden, und die beiden erwähnten Schismen haben ihre Wurzeln in den ersten Jahrhunderten der Kirchengeschichte. Ein dritter Aspekt der Kontinuität und Identität kommt am gehaltvollsten im kulturellen Erbe dieser Gegend zum Ausdruck. Als Beispiel ziehen wir nur ein Element dieser Tradition heran: Urkunden der Kanzlei der kroatischen Herrscherdynastie und Urkunden der mittelalterlichen Kanzlei der bosnisch-humschen Herrscher und Adligen. Eine Analyse ihrer diplomatischen Formeln zeigt, dass die Ersteren als Muster für die Letzteren dienten. Insbesondere die interpolierten Teile der Ersteren sowie auch kirchliche Urkunden waren es, die Einfluss auf die Formeln der mittelalterlichen bosnisch-humschen Urkunden hatten, sowohl auf die lateinischen als auch - und in größerem Maße noch - auf die kyrillischen. Innerhalb der Datierungsformeln der Urkunden beider Kanzleien finden sich Zeichen für den Feiertag und die Induktion. Allerdings hat eine jede der übernommenen Formeln in den bosnisch-humschen Urkunden geringere oder größere Abänderungen gegenüber der Originalvorlage erfahren. Das betrifft auch die Regelmäßigkeit einzelner Formeln, und so ist beispielsweise die Sanctio in bosnisch-humschen Urkunden im Gegensatz zu den Originalen keine regelmäßige Erscheinung. Da aber diese Formel unmittelbar aus Kirchenkreisen in die Urkunden eingegangen ist, muss sie sich in unserem Fall auch von der ursprünglichen Form unterscheiden, da auch die theologischen Termini im 9.-12. Jahrhundert anders waren als im 13.-15. Jahrhundert. Andererseits gibt es bei den Bezeichnungen für die Urkunden trotz des nicht geringen zeitlichen Abstands keine Unterschiede zwischen den beiden Kanzleien: erwähnt werden dieselben Termini Gespan, Bischof, Priester, Notar und mitunter auch Titel eines Herrschers innerhalb der Zeugenformel, Doppelnamen der Herrscher in der Intitulatio usw. So haben beispielsweise die lateinischen Übersetzungen von König Tvrtkos Urkunden in der Intitulatio die Form ego, genau wie auch die (lateinischen) Urkunden der kroatischen Könige, während es in seinen original lateinischen Urkunden nos heißt. Was den größten Einfluss darauf ausübte und in einem auch der stärkste Berührungspunkt war, ist die lateinische Sprache, denn zwar wurde in Hum und Bosnien Kroatisch gesprochen und in der Bosaniza bzw. kroatischen Kyrilliza geschrieben, aber in den Kanzleien sprach und schrieb man auch Latein. Angesichts dieser zahlreichen Ähnlichkeiten und des Einflusses, den die Urkunden der kroatischen Herrscher auf die mittelalterlichen Urkunden Bosniens und Hums hatten, ist vielleicht auch die Schlussfolgerung erlaubt, dass auch der Herrschergeist der kroatischen Volksdynastie auf die Könige und Bane von Bosnien und Hum übergegangen war, obwohl die Macht formal und protokollarisch in den Händen der ungarisch-kroatischen Könige lag. Von daher kann man die bosnisch-humschen Herrscher auch zu Recht kroatische Volksherrscher nennen, auch wenn ihr Herrschaftsgebiet lediglich einen Bruchteil des einstmals großen mittelalterlichen kroatischen Territoriums ausmachte und sie nicht selten völlig abhängig vom ungarish-kroatischen König waren. Nicht zuletzt ist diese Kontinuität und Identität auch in den Devotionsformeln der Urkunden dieser Kanzleien abzulesen, in denen Gott für die empfangene Herrschaft gedankt wird, denn diese Formel ist ein eindeutiger Beleg für die Zugehörigkeit der Herrscher beider Kanzleien zum christlichen Glauben bzw., genauer gesagt, zur römisch-katholischen Kirche. Dieses Faktum geht auch aus anderen diplomatischen Formeln dieser Urkunden hervor. Zusammenfassend lassen sich als wichtigste Einflusspunkte der Urkunden der einen Kanzlei auf die Urkunden der neu entstandenen folgende nennen: Urkundensprache und Sprache der täglichen Kommunikation, geographische Nähe und einigermaßen intaktes Territorium, ein und dasselbe Volk, kulturelle Nähe in geistiger und materieller Hinsicht, Religion und Gebräuche, Urkundenschrift, Material, auf dem sie geschrieben wurden, Tinte, Material des Siegels, Kanzleipersonal und dessen Schulung sowie insbesondere die identischen diplomatischen Formeln der Urkunden. Besonders tragisch und auch charakteristisch für die bosnisch-humschen Urkunden der mittelalterlichen Kanzleien ist ihre Disloziertheit, denn von der relativ großen Anzahl ihrer erhalten gebliebenen Urkunden befindet sich keine einzige auf dem Boden des damaligen Bosnien und Hum, was bezeichnend ist für das Ausmaß des osmanischen bzw. islamischen Zerstörungswillens gegenüber dem Kulturerbe des christlichen Volkes im mittelalterlichen Bosnien und Hum, wie im Übrigen auch gegenüber dem Erbe vieler anderer Völker im Mittelalter. In der vorliegenden Arbeit verzichte ich auf Anmerkungen zu gemeinhin bekannten und in der Historiographie des Öfteren wiederholten Resultaten oder Daten aus Quellenstudium und Historiographie. Dennoch stütze ich mich außer auf die vorliegenden Ergebnisse der Historiographie ebenfalls hauptsächlich auf Quellen, und zwar insbesondere auf die Urkunden des mittelalterlichen Bosnien und Hum, wobei ich mir dessen bewusst bin, dass sowohl Quellen als auch historiographische Forschungsergebnisse mehr als nur eine Lesart zulassen. Eine Rechtfertigung dafür liefern mitunter auch die Quellen selbst. So verzeichnen beispielsweise die Dubrovniker Quellen ein Ereignis nicht selten einseitig und mit Blick auf die eigenen Interessen. Als Dubrovnik zum Beispiel Stojković in Basel einen Bericht über die Lage in Bosnien schickte, wussten sie, welch große Gefahr Bosnien von Seiten der Türken drohte, aber es lag ihnen nichts daran, dem Land zu helfen oder ihm zu raten, was in den gegebenen Konstellationen in der Welt am besten zu tun wäre. Zwar hätten sie es durchaus gekonnt, doch das lag nicht in ihrem Interesse, denn ihnen kam diese Gefahr gelegen: Nach Dubrovnik strömten die wohlhabendsten Bewohner Bosniens, um sich und ihre unschätzbaren Reichtümer dort in Sicherheit zu bringen. Zudem befand sich in der Stadt zum damaligen Zeitpunkt bereits eine unermessliche Geldsumme und anderes Vermögen von bosnisch-humschen Adligen und Kaufleuten, deren Eigentümer später niemals identifiziert werden konnten, da sie den Krieg gegen die Türken nicht überlebten und ihre Bevollmächtigten, wenn sie denn überlebt hatten, nur sehr schwer oder gar nicht an die Hinterlassenschaft gelangten. Ähnlich war die Situation auch mit den Grenzen und Ländereien. Aber auch den europäischen Quellen kann man den Vorwurf der Einseitigkeit machen. Wenn da zum Beispiel von den bosnisch-humschen Christen die Rede ist, werden in den meisten Fällen die Namen von Theologen angeführt, niemals jedoch oder nur sehr selten der Name eines Theologen der bosnisch-humschen Christen. Außerdem wird nur allgemein über die Lehre dieser Christen, nur allgemein über den Irrglauben, nur allgemein über die Patarener (Bogumilen) u.Ä. gesprochen und dadurch alles den Christen Sclavoniens bzw. Bosniens, Hums und der anderen kroatischen Länder zugeschrieben, wo doch ihr "Irrglaube" im Grunde einzig und allein in der Unkenntnis des Lateinischen und in politischen Gründen bestand. Beim Studium der Quellen bin ich von den Rezensenten des Buches, Dr. Mladen Ančić und Prof. Franjo Šanjek (Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Künste), auf mehrere falsche Schlussfolgerungen hingewiesen worden, wofür ich ihnen meinen aufrichtigsten Dank aussprechen möchte und sie in einem auch um Verzeihung bitte, wenn ich auf einige andere Ratschläge von ihnen nicht eingehen konnte. Die Arbeit ist zum großen Teil während des Krieges entstanden, zu einer Zeit also, als auf demselben Territorium, wo einst im Mittelalter das - wenn auch für europäische Verhältnisse vielleicht marginale - christliche kroatische Volk lebte, unter dem Druck des Islam und der gegenwärtigen politischen Einzelinteressen der Nachbar- und anderen Länder künstlich die Nation Moslem (Bosniake) und der Staat Bosnien geschaffen wurde. Die heutigen moslemischen Bürger von Bosnien und der Herzegowina (dem ehemaligen Hum), deren Vorfahren zum größten Teil ethnisch dem kroatischen Volk angehört hatten, schufen durch die Macht des islamischen Glaubens - der über jeder Nation steht - nicht nur die alternative Nation der Bosniaken, sondern auf einem Teil des einstigen mittelalterlichen Bosnien auch den abhängigen Staat Bosnien, wobei sie mit Hilfe der internationalen Politik auch noch die Herzegowina anschließen konnten. Trotz allem war der Autor darauf bedacht, das mittelalterliche Bosnien und Hum mit den Augen des Mittelalters zu betrachten. Inwieweit es ihm geglückt ist, muss das Urteil der Öffentlichkeit zeigen. Milko Brković: MEDIEVAL BOSNIA AND HUM – IDENTITY AND CONTINUITY Summary The fundamental element of the later multi-unit Medieval Bosnia state is its very territory which spread out around the source and the upper flow of the identically named river. This was a smaller administrative unit, Porfirogenet’ s small land, one of the peripheral Old Croatian duchies, an administrative unit which frequently changed its local and supreme rulers and which later became a matrix and united to itself a number of larger, administrative or state units. Some of these retained to a greater or lesser extent their independence from the duke or the king. In this respect Hum was at the forefront. The fundamentals according to which Medieval Bosnia and Hum, segments of Croatian historical space, belonged to the identity of the Croatian people and the continuity of its Medieval statehood are primarily contained within the political, religious and cultural events occurring within this space. These three complexes contain the majority of individual elements such as, for example, geographical space, people, power, language, beliefs, habits, cultural heritage, the Catholic religion and others. The geographical concept of Bosnia and Hum signifies the space on which rose the state formations of the Croatian people, which are more and more being referred to after the demise of the old Croatian national rulers (kings) and the entry of the Croatian Kingdom into a personal union with Hungary (1102). From the very arrival of the Croats onto these areas, that is from the VIIth century onward, the territory of Medieval Hum and Bosnia was settled by Slavic, that is, Croatian folk who intercommunicate with their own language, habits and way of life and who are gradually converted to Christianity. Furthermore, this area, excepting brief periods of time, was always an integral part of the territory of the state of Croatian rulers regardless of the fact if for a longer or shorter period its supreme sovereign was either the Byzantine, the Frankish or later the Hungarian king. The very act of the union between Croatia and Hungary in the person of a common king with two crowns in itself incorporates the territory of Bosnia and Hum into such a state community. The Hungarian-Croatian king incorporated the territory of Hum and Bosnia into his kingdom through the agency of the Croatian Kingdom and not through some “ shortcut” which was unheard of in the Middle Ages. All later conflicts with the sovereign, the Hungarian-Croatian king and the aspiration of the Bosnian-Hum dukes and kings for greater independence are only expressions of a political desire for the independence of folk power and in no way point to the existence of a different people except the Croatian folk within the Croatian part of the kingdom post. Like preceding Croatian kings the Bosnian-Hum rulers carry two names of which one is the popular Croatian and the other the Christian name. In the proper sense of the word, the beginning of local Medieval Bosnian power began exactly at the time when the Bosnian dukes received or conquered surrounding territorial and administrative units. The power of the Bosnian dukes and kings as well as of the state was greatest when the court in Budim was in greatest disarray and when the Hungarian-Croatian kingdom weakened. It is only later that in the sources for Medieval Bosnia one finds alongside the Croats the concept of the Vlachs. Briefly put, after 1102 the network of Croatian folk rule came alive on the territory of Medieval Hum and Bosnia in the person of the Bosnian-Hum dukes and the kings of Croatian descent. This type of continuity and identity was cruelly stopped by the Turks because of whose intrusion the discontinuity of rule and the withering of identity in general set in. Even the Turks were not able to break the identity and the continuity of religion of the Croatian people within these regions. As far as religion goes it is necessary to say that Christianity had existed in these areas before the coming of the Croats after whose settlement a process of gradual conversion to Christianity set in and a gradual civilizing process. During the period of already-formed state units of Hum and Bosnia existing within a larger whole such as was the case after 1102, Christianity had firmly set its roots into these areas. Alongside church Latin the liturgy also used Croatian. As in the coastal regions and the old Croatian urban centers the folk Croatian Glagolithic script and, somewhat later but simultaneously as well, the “ bosanica” script was also used in Hum and Bosnia. The former is older and is more the church Croatian script whereas the latter is more the script of lay communication. It cannot be an accident that these two scripts are only and simultaneously in use on the historical territory of old Croatia, in Hum and in Bosnia whereas they are not in use amongst the neighboring Slavic people, the Serbs for example. The people of Medieval Bosnia and of Hum was not converted to Christianity under pressure and with violence while at the end of the Middle Ages with the coming of the Turks Islam was in most cases propagated using violent methods. This aspect of continuity and identity of the Croatian people and their state within the area of Hum and Bosnia continued a long time after the Middle Ages and stretches down to our own days. It is one of the aspects of continuity and identity of the Croatian people within this area that bears the greatest plausibility because it allows a very easy retroactive retracing to the origins. The problematic nature of the existence of the Bosnian-Hum Christian community throughout its entire Middle Ages is alleviated by the fact that the said community was not Serbian-Orthodox. Namely, papal emissaries never intervene in Orthodox lands. On the basis of foreign sources one gets the impression that the Bosnian and Hum Christians were heretics. However, if we base our analysis on domestic sources, especially on Medieval documents of Bosnian and Hum rulers, there is no heresy. The author of the present article will direct his attention in this direction. The problem arose in the misguided interpretation of the religion of Bosnian and Hum Christians and of the Bosnian church on the part of foreign theologians and sources. The main point of contention was the folk, Slavic or Croatian language within the liturgy of the church as was the continued practice in the Church amongst the Croats and its opposition to the Hungarian church and state policy of the time. In any case, Catholicism and the supposed heresy of the Bosnian church represent the continuity and the identity of the Croatian Catholic Church in Bosnia and in Hum. One is confronted with the problem of Croatian “ heresy” already in Dalmatian cities and regions of old Croatia from the time of the church synod in Split during the time of king Tomislav in 925 and 928, then in 960 and 1063 when decrees were passed preventing the entry into priesthood of Slavs (Croats) who did not know Latin under threat of expulsion. This problem within the church was already evident in the so-called Foci schism in 867 when that Constantinople theologian taught equal church authorization and the independence of the Constantinople patriarch from the Roman pope and reached its high point in the Great Church schism 1054 whose consequences were later felt by the Church in Bosnia and Hum. Indeed, even in the IIIrd and IVth century there were disagreements amongst Christian communities. Both of these schisms had their roots in the earlier centuries of the Christian church. The third aspect of that continuity and identity is to be sought in the cultural inheritance of the region. As an example let us take only one element of this tradition – the documents of Croatian rulers and the documents of Mediaeval Bosnian-Hum rulers and dignitaries. On the basis of an analysis of their diplomatic formula it is clear that the first were prior examples that were followed by the second. It is especially the interpolated parts of the first and church documents which influenced the formulas of Bosnian-Hum Medieval documents both the Latin and, to a greater extent, the Cyrillic ones. Within the formula for dating in the documents of both sources one can find indications for holidays and indiction. Mention should be made that each borrowed formula in Bosnian-Hum documents underwent smaller or larger changes in relation to the original formulation. This conditions the regularity of a certain formula so that, for example, the sanction in the Bosnian-Hum documents was not as regular as it was in the original sample. Since the formula directly entered the documents from church circles, in our case it had to be distinguished from the original sample because the theological concepts in the IX-XIIth century were different from those in the XIII-XVth century. On the other hand, certain names for the documents from both sources, the mentioning of the duke, bishop, priest, notary and sometimes the ruler within the formula of the witness, double names for rulers within institutions and suchlike elements, regardless of the temporal distance, evince no discrepancy or aberration. The translations of, for example, Tvrtko’ s documents in the intitulation have the form of ego as was the case with the Croatian rulers whereas his Latin documents had the form nos. The continuity of Latin had the greatest influence on this development because Hum and Bosnia used the Croatian language of the time and wrote in the “ bosanica” script or the Croatian Cyrillic script while Latin was also used at the court. Due to the many similarities and the influence of the documents of Croatian rulers on the Bosnian-Hum Medieval documents we can follow here the transfer of spirit of Croatian rulers onto Bosnian-Hum dukes and dignitaries although the official and protocal authority was in the hands of Hungarian-Croatian rulers. Because of this we can with justice call the Bosnian-Hum rulers Croatian rulers although they hold sway over only a part of the once broad Medieval Croatian territory and are non-autonomous and wholly dependent on the Hungarian-Croatian king. Among other things, the devotional formula of the documents issued in these two sites evince a continuity and identity by way of the gratitude expressed to God for the power given to them. This formula clearly marks both rulers as belonging to the Christian faith, more precisely, to the Roman Catholic Church. That reality is also more or less present in other diplomatic formulas of these documents. In short, the most basic points of influence of the documents of the first office on the documents of the newly created office are the following: the language of the documents and the language of everyday communication, geographical proximity and the more or less integrity of the territory, the same people, the spiritual and material kinship of culture, religion and habit, the script of the documents, the material on which these were written, the ink, the material for seals, the personnel of the offices and their education, and, in a special way, the identity of the diplomatic formulas of the documents. One of the tragic aspects and the singularities of the documents issued by the Bosnian-Hum Medieval offices is their dislocation. Of the relatively large number of preserved documents belonging to these offices not one has been preserved within the territory of the former Medieval Bosnia and Hum. This clearly points to the Ottoman and Islamic destructiveness towards the cultural heritage of the Christian people in Medieval Bosnia and Hum. The same is true when the heritage of other Medieval peoples is in question. In this paper I do not use notes to refer to generally known and many times repeated findings in historiography. Nevertheless, alongside extant historiographical findings I base my argument first of all on sources, especially on Bosnian-Hum Medieval documents although I am conscious that sources and historiographical results can yield different explanations. Justification of this practice can sometimes be found in the sources themselves. Thusly, for example, Dubrovnik sources frequently record events partially paying heed to the interest of Dubrovnik itself. For example, when folks from Dubrovnik sent a report on the condition of Bosnia to Stojković in Basel, they knew that Bosnia was under a great threat of the Turks but have no great interest in sending it aid or advising it how to seek the most effective aid in the framework of world politics although they knew how to do this. However, this was not their interest. The threat it turned out was to their interest because the wealthiest refugees with the most profitable properties were coming to the city. In addition, large sums of money and other riches of Bosnian-Hum dignitaries and merchants were deposited in the city. The rightful owners of this wealth died in the war against the Turks and their attorneys, if they survived, were swindled and could not regain the deposited wealth. A similar thing happened with borders and landholdings. Western sources evince similar shortcomings when they, for example, speak about Bosnian-Hum Christians. In most cases they refer to a particular theologian while, on the other hand, the names of Bosnian-Hum theologians are rarely or never made reference to but the discussion is general concerning the teachings of these Christians, mostly concerning heresy, “ patarens” and such. Subsequently, everything is ascribed to Christians of Sclavonie, that is, of Bosnia, Hum and other Croatian lands while in reality in all of this the greatest heresy is the lack of knowledge of Latin and certain political reasons. Mladen Ančić and Franjo Šanjek drew my attention to a number of miscalculated conclusions I had made in my explanation of sources. I express here foremost my thanks but also express my apology in not accepting some of their suggestions. The greater part of this article was written during the last war. It was on the same territory where once during the Middle Ages lived a Christian Croatian populace that a new Muslim nation (Bošnjak) was being artificially created as well as the state of Bosnia. Today’ s Bosnian and Hercegovian Muslims the majority of whose predecessors were ethnic Croats, owing to the power of the Islamic religion, which is stronger than the nation, have formed an alternative nation of Bošnjaks and on a segment of the once Medieval Bosnia the dependent state of Bosnia and Hercegovina. In spite of this author has made an attempt to view Medieval Bosnia and Hum through the eyes of the Middle Ages. The extent to which he has succeeded will be attested to by public opinion.

Izvorni jezik
Hrvatski

Znanstvena područja
Povijest



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Projekt / tema
0101901
101901

Ustanove
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Isprave hrvatskih narodnih vladara i latinske isprave bosansko-humskih vladara i velmoža, Zadar - Mostar: Ziral Mostar ; Zavod za povijesne znanosti HAZU u Zadru, 1998 (monografija)
Brković, M. (1998) Isprave hrvatskih narodnih vladara i latinske isprave bosansko-humskih vladara i velmoža. Zadar - Mostar, Ziral Mostar ; Zavod za povijesne znanosti HAZU u Zadru.
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